2. Preis, Wettbewerb Spaldingstraße!

2. Preis, Wettbewerb Spaldingstraße! 2560 1772 Hupe Flatau Partner

12. Januar 2026

2.Preis, Wettbewerb Spaldingstraße, Hamburg

Das war knapp: Wir freuen uns, nun unseren bereits 2024 errungenen 2.Preis im städtebaulich-hochbaulichen Architekturwettbewerb präsentieren zu dürfen!  Vielen Dank an die Auslober und die Jury!

Stadt und Haus

Zwischen der breiten Bahntrasse, die Hamburg in Richtung Osten verlässt, und der Spaldingstraße, welche insbesondere Pendlern als Einfallsweg in die Stadt dient, liegt das Grundstück in einer Art „Zeittunnel“.

Welche Qualitäten bieten sich an einem solchen Ort?

Während wir den Sockel des Hauses als eine durchgängige, zweigeschossige Vitrine entwickeln, die in ihrer Länge einen intensiven Bezug zum vorbeibrandenden Verkehr aufnimmt und dabei die Verbreiterung des Straßenraumes nutzt, organisieren sich die oberen Geschosse des Hauses um drei Halbhöfe, die sich nach Süden öffnen.

Der ruhende Verkehr ist im Untergeschoss sowie im Rücken des Hauses am Bahnviadukt untergebracht.

Die einseitige Orientierung des Grundstücks und seine vergleichsweise geringen Tiefe werden vom Hindernis zur Chance. Drei Gartenhöfe sind vom Lärm der Bahn abgeschirmt und von dem der Straße durch einen „Filter“ geschützt. So wird es möglich, am überwiegenden Teil der Büroarbeitsplätze die Fenster zu öffnen. Dies bedeutet nicht nur Lebens- und Arbeitsplatzqualität, sondern lässt auch die Rufe nach Vollklimatisierung verstummen und es entsteht eine nachbarschaftliche Verbindung der Büroeinheiten sowohl vertikal als auch horizontal.

Als einen Filter verstehen wir eine Raumschicht, die neben Photovoltaikelemente eine Schalschutzverglasung trägt, die Höfe gegen den Straßenlärm abschirmt, sowie den Sonnenschutz für die Gärten, aber auch Loggien aufnimmt. Wie eine große Sonnenschutzlamelle filtert er nicht nur den Schall, sondern auch das Licht und schafft so eine besondere Stimmung in den Gärten.

Die „Ruppigkeit“, dieses Ortes ist von sehr einfach gemachten Bauten in der unmittelbaren Umgebung geprägt. Wir glauben nicht an den Versuch diesem durch vermeintlich „anspruchsvolle“ Architektur mit hochwertigen Fassadenmaterialien entgegen treten zu können. Vielmehr sind wir der Auffassung, dass es zu zeigen gilt, mit einfachen Mitteln und Materialien hohen Nutzungskomfort und interessante Räume zu schaffen.

Zusammenarbeit mit: POLA Landschaftsarchitekten, KFP Ingenieuren, PI Ingenieuren, Müller BBM, bloomimages

Werkseite Büro- und Geschäftshaus Spaldingstraße 77-79/81, Hamburg